Lampe mit Holzsockel und Retro-Glühbirne

Licht an!
Im Museumsshop von Es Balluard auf Palma de Mallorca stand quasi diese Lampe zum Kauf. Warum kaufen, wenn Selbermachen viel mehr Spaß macht? Die Retro-Glühbirne kannte ich bis dahin nicht, aber wie es der Zufall wollte, sind wir in Palma an einer Haltestelle ausgestiegen, bei der 50 m weiter ein Lampenladen war, der eine sehr große Auswahl dieser Glühbirnen hat. Zuhause habe ich festgestellt, dass es sie auch hier überall gibt, aber so hat unsere Lampe noch eine schöne Geschichte.

Den Holzbalken, von dem ein nahezu quadratisches Stück den Sockel bildet, hatte ich schon sehr lange. Meine Idee war ursprünglich mal, sie in den Boden einzulassen und eine Skulptur darauf zu befestigen. Das habe ich bis heute nicht gemacht, also wurde der Balken kurzerhand gestuzt und ein Stück in der Größe von ca. 10 x 10 cm abgesägt. Mein Mann hat in der Größe der Lampenfassung ein Loch in diesen Sockel gebohrt und von außen wiederum einen kleinen Tunnel angebracht, der in das große Loch mündet und der als Führung für das Kabel dient. Dann musste nur noch das Kabel dort eingeführt, mit der Fassung verbunden werden und die Glühbirne eingeschraubt werden. A propos Kabel: eigentlich wollten wir ein Textilkabel dafür verwenden, aber das Kabel unseres alten Bügeleisens eignete sich nicht dafür.

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Topflappen aus Jeansresten

Bis vor einer halben Stunde gab es in unserem Haushalt keinen Topflappen. Das nervt mich schon ewig, aber irgendwie haftet Topflappen auch was Spießiges an, weswegen ich nie einen angeschafft habe. Aber mindestens genauso nervt es mich, dass ich jedesmal ein Küchentuch verwenden muss, um z.B. Kartoffelwasser abzugießen. Das hab ich heute Mittag zum lezten Mal gemacht.

Ich habe eben zwei Topflappen genäht.

Die Zutaten: zwei neue Spüllappen und ein paar Jeans- und Stoffreste. Mehr nicht.

So geht’s:

Die Größe der Spüllappen bestimmt die Größe der Topflappen. Ich habe mir Reste von alten Jeanshosen geschnappt und in der Größe des Spüllappens zugeschnitten. Eure Stoffreste sind nicht ganz so groß? Macht nix. Legt sie einfach kreuz und quer übereinander und steppt sie freestyle zusammen. Freestyle ist überhaupt das Stichwort für das ganze Projekt, denn Ihr könnt getrost alles Wissen um ordnungsgemäßes Nähen über Bord werfen. Näht einfach drauf los, denn gerade das macht den Charme der Topflappen aus. Ich zeige Euch mal, wie ich das gemacht habe.

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Flickenteppichtasche

Es ist Sommer, es ist heiß und eigentlich hat man keine Lust auf Arbeiten an der Nähmaschine. Gleichzeitig aber viel mehr Lust auf Baden. Das Schwimmbad lockt, der See oder gleich sogar die frische Brise am Meer. Die Schwimmsachen könnt Ihr perfekt in dieser geräumigen Tasche aus einem Flickenteppich verstauen.  Die Tasche transportiert aber auch bereitwillig Euer Baguette oder den Getränkevorrat zur nächsten Beach-Party. Ihr braucht Euch auch dafür auch nicht an die Nähmaschine setzen – jedenfalls nicht an Eure.

Die Zutaten sind sehr überschaubar. Ihr braucht:

  • einen Flickenteppich (meiner hat das Maß 60 x 90 cm)
  • einen alten Ledergürtel
  • einen super freundlichen Schuster 🙂

Als ich meine Ledertasche genäht habe, habe ich für die Arbeitsschritte, die meine Maschine nicht geschafft hat, auch schon die Dienste meines Schusters in Anspruch genommen. Auch dieses Mal hat er mir mit seiner robusten Nähmaschine gene ausgeholfen. Wobei „Aushelfen“ vielleicht doch nicht weit genug gegriffen ist. Genau genommen, hat er meine Tasche komplett genäht:

  • Teppich zur Hälfte geschlagen und die beiden Seitennähte geschlossen
  • Boden abgenäht (wie bei meiner Ledertasche gezeigt)
  • Gürtel in der Hälfte durchgeschnitten und als Griffe angenäht.

Das war es schon! Ist es trotz Hilfe jetzt noch ein DIY-Projekt? 🙂

Der Teppich war ein Schnäppchen, der Gürtel noch in meinem Bestand und auch mit Trinkgeld für den Schuster ist dies eine sehr preiswerte, robuste und rundum tolle Tasche geworden. Sie wird mich sicher einige Jahre begleiten. Alles Gründe für Euch, sie einfach nachzumachen!

 

Plastiktütentasche

Ein-Euro-Läden sind manchmal wahre Material-Fundgruben für kreative Ideen. In eben solch einem Shop habe ich  vor Monaten eine Tischddecke aus Pastik gefunden. Nachdem diese Decke originalverpackt einige Monate in meinem Schrank gut ablagerte, war auch bei mir der Gedanke gereift, was daraus werde sollte: eine Einkaufstasche!

Die ursprüngliche Idee bekam ich von Blanca vom Blog „Kleine Kleinigkeiten“. Damals, noch bevor ich nicht mal daran gedacht hatte, jemals selbst zu bloggen, gefiel mir schon ihr Müllbeutelbeutel super gut. Damals ist meine blaue Tasche – auch ausschließlich aus Müllbeuteln –  entstanden, die ich mangels Blog nicht bloggen konnte 😉

In Anlehnung an Blancas Idee und meinem gelungenen Prototypen habe ich den jetzigen Shopper zuerst per Bügeleisen zusammengeschweißt und dann genäht. Neben der erwähnten Plastiktischdecke und einigen weiteren Müllbeuteln zur Stabilisation ist noch ein Textilband zum Einsatz gekommen, mit dem ich die obere, umgeklappte Kante abgesteppt habe. Die Bilder zeigen die Zutaten und einige Arbeitsschritte.

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Übertopf aus Wachstuch

Übertopf hört sich ja ganz anders an als „Körbchen“, von denen ich ja schon einige quasi am Fließband prodziert habe. Aus Wachstuch oder Bast, aber auch aus Leder und Alufolie. Jetzt also wieder aus Wachstuch. Aber auch nur, weil ich dieses außergewöhnliche Wachstuch gefunden habe. Gekauft habe es im Urlaub, und zwar einen halben Meter. Was dazu führte, dass ich mich den Rest des Urlaubs täglich gefragt habe, ob ich nicht doch noch etwas mehr kaufen sollte. Es ist bei 50 cm geblieben, und ich bin froh darüber, denn entstanden sind insgesamt vier Körbe – sorry: Übertöpfe – was dicke reicht. Sie tragen das, was sie sind, schon im Aufdruck, nämlich Design!

Wachstuchübertopf1_tiny

Wachstuchübertopf2_tiny

Mir gefallen sie super. Außergewöhnliche Motive, total easy gemacht und so praktisch: abwaschbar und klein verstaubar, falls man sie mal nicht braucht.

Die Anleitung findet Ihr hier.

Und hier könnt Ihr Euch die Variante aus Leder und Kaffeetüte anschauen. Was gefällt Euch am besten?

 

Schlüsselanhänger – Guess-Style

Dreieckstäschchen habe  ich schon mehrere genäht, aber meins war mir zu kein und zu unscheinbar, um es immer auf Anhieb in meiner Handtasche zu fischen. Also musste was größeres her. Und weil ich einen Testlauf für meine Lederhandtasche brauchte, habe ich ein größeres aus Leder genäht. Was soll ich sagen: Der Testlauf ist geglückt! Das Leder im Phython-Style ist zwar nicht ganz mein Favorit, aber es musste weg 🙂

Dennoch: ich mag meinen Schlüsselanhänger, der auch noch Platz für Geld oder Kreditkarte hat, falls man mal nicht eine ganze Handtasche dabei haben will. Im Web gibt es u.a. auch unter dem Stichwort „Pyramidentasche“ eine Vielzahl von Anleitungen, daher stelle ich jetzt nicht auch noch eine ein. Aber ich werbe dafür, sie aus Leder zu fertigen! Sogar das Einfädeln des Reißverschlussschiebers ging einfacher als mit Stoff, denn das Leder bietet einfach mehr Stabilität und Festigkeit! Meine Pyrmidentasche erinnert ein wenig an Guess, der Reißverschluss ist grau, der Schieber in orange. Ich finde, das passt gut. Was meint Ihr?

 

 

Lederarmband

Ich gebe es zu: Ich bin im Lederwahn.  Aber seit ich die Handtasche genäht habe, kommen mir noch 100 Ideen, was ich mit meinen Lederresten anstellen könnte. Eine Antwort: ein Lederarmband. Dafür habe ich einen Magnetverschluss gekauft und zwei Päckchen Musterbeutelklammern mit Motiv. Sie kosteten gerade einmel einen Euro. Die hatte ich schon mal gesehen, fand sie interessant, hatte sie aber nicht mitgenommen. Erst später ist mir eingefallen, wofür ich sie verwenden kann. Sicher habt Ihr schon mal Lederarmbänder gesehen, die mit einer Art Ziernieten versehen sind. Das wollte ich mit den Musterbeutelklammern günstig nachbauen.

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Lederhandtasche

Nach zwei sehr einfachen Projekten kommt jetzt mal was etwas komplizierteres und gleichzeitig dennoch verblüffend einfaches. Ich hatte die Idee einer größeren Handtasche mit Shopper-Funktion und dafür Velourslederimitat und Stoff vorgesehen. Auf halbem Weg ist mir dann der Gedanke gekommen, dass ich die Tasche doch auch aus Leder machen könnte. Und am Ende kam es auch so, ich sag’s Euch, ich bin super zufrieden und mega stolz. Aber der Reihe nach:

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Geschenkband selbstgemacht

Nach Ostern ist vor dem nächsten Fest, und falls Ihr dafür ein individuelles Geschenkbändchen braucht, habe ich hier eine kleine Anleitung. Was Ihr dafür braucht, sind lediglich ein paar feste Papiere. Ich habe äußere Magazinseiten dafür verwendet. Man bekommt Sie oft in toller Ausführung in Hochglanz und eignen sich sehr gut zum Ausstanzen. Womit wir schon bei der zweiten Zutat sind.

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Osterhühner

Den meteorologischen Frühlingsanfang haben wir schon hinter uns, Ostern ist in Sichtweite. Zeit, sich um die Deko zu kümmern. Ich habe mich für zweidimensionale Hühner entschieden. Eine sehr entspannende Arbeit, das Biegen des Drahtes klappt ganz entspannt beim Fernsehgucken. Und das Kleben ist auch sehr einfach. Diese beiden Schritte beschreiben schon im wesentlichen, was zum Herstellen des Federviehs notwendig ist.

Ich habe weichen, dünnen Draht abgeschnitten und daraus Körper und Kopf der Hühner geformt. Dass diese ein wenig aus der Form geraten sind, ist beabsichtigt. Ich finde, das gibt den Gestalten erst den richtigen Charme. Auch habe ich das Zeitungspapier bewusst gewählt. Wer will, kann natürlich auch schöne Papiere verwenden. Die Beine und Füße habe ich aus einem zweiten Stück Draht geformt: Draht halbieren, zweimal um den unteren Bauch knicken und die Füße formen, indem man sie einfach zu einem Kringel dreht. Leider habe ich erst beim siebten Huhn daran gedacht, auf dem Rücken eine Öse zum aufhängen einzudrehen. Wenn Ihr sie also hängen wollt, ist eine Öse wichtig.

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