Jeansübertopf

Nachdem meine Kakteen wegen des kühlen Wetters nicht mehr draußen bleiben konnten, durften sie ins Wohnzimmer – aber nicht ohne Übertopf. Weil ich keine passenden hatte und die Kakteen zudem in unterschiedlich großen Plastiktöpfen steckten, musste eine Idee her. Die fand ich in der Kombination von Jeans und Kaktus. Dazu habe ich alte Jeanshosenreste verwendet.

Wenn Euch die Farbwahl von kaktusgrün und jeansblau auch so gut gefällt wie mir, zeige ich Euch hier, wie Ihr die Übertöpfe fix nacharbeiten könnt. Das geht wirklich ganz schnell, denn genau wie bei meinen Topflappen kommt es hier nicht auf das fachmännische Verarbeiten an. Ganz im Gegenteil: es darf gerne wieder freestyle gearbeitet werden.

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Baumgarderobe

Wir haben renoviert. Neben dem Kraftakt, der so eine Aktion auch immer mit sich bringt, haben wir aber auch die Gelegenheit genutzt, die Ideen, die schon lange in uns schlummern, umzusetzen. Eine davon ist unsere neue Garderobe. Eigentlich war es höchste Zeit dafür, denn wir hatten tatsächlich noch nie eine. Unsere Klamotten hingen immer über einer Staffelei im Flur. Die hat nun endlich ausgedient, bzw. darf sich ihrer eigenen Bestimmung erfreuen. Doch das ist ein anderes Thema.

Vor Monaten habe ich einen Mandelstrauch im Garten gestutzt, der schon eher ein Baum war. Schon damals habe ich einige Äste beiseite gelegt. Die haben jetzt ihren großen Auftritt.

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Einfache Geld oder Kreditkartentasche

Ein verregneter Sonntag und die Lust zu nähen brachten mich auf die Seite von Andi. Dort hatte ich erst kürzlich die hübsche „einfache Geldtasche“ entdeckt. Ein echt schöner Entwurf, den man wirklich leicht nacharbeiten kann. Meine Tasche unterscheidet sich neben der Wahl des Leders auch in zwei weiteren Punkten: ich habe meine Tasche mit der Nähmaschine genäht und die diagonale und eine Außenkante mit einem kleinen Streifen farbigen Filz unterlegt. Auch hier gilt: sehr einfach und ruckzuck erledigt, Ihr habt sofort ein Erfolgeserlebnis.

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Herzpost zum Muttertag

Wann habt Ihr das letzte Mal einen Brief geschrieben?
Lange her, was?
Wenn nicht zum Muttertag, wann dann?
Mein Vorschlag ist ein besonders einfach aber gleichzeitig liebevoll gestalteter Brief.
Den habt Ihr in fünf Minuten fertig gestellt, Eure Mutter dafür aber lange glücklich gemacht.
So geht’s:
Aus einem Stück roten Filz ein kleines Herz zuschneiden und oben mittig auf einem Briefbogen oder der Rückseite eines Kuverts festnähen. Ich habe das mit weißem Garn und mit meiner Nähmaschine ruckzuck umgesetzt, was völlig problemlos ging. Einmal im Zickzack, einmal im Geradeaus-Stich.

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Tasche aus Kaffeetüten

Seit Jahren gehe ich in der Mittagspause immer mal wieder zum gleichen Bäcker doch erst jetzt ist mir aufgefallen, dass es dort ausgesprochen schöne Kaffeeverpackungen gibt.

Die netten Damen in der Bäckerei haben mir ein paar leere Tüten zurück gelegt und ich habe daraus mal wieder einen Kulturbeutel gemacht. Ich habe das Material mit Bucheinschlagfolie (die man für Schulbücher verwendet) beklebt. Die Kaffeefolie ist zwar schon robst genug, aber mit der Folie versiegele ich die Oberfläche noch ein bisschen und sorge dafür, dass das schöne Motiv lange erhalten bleibt. Durch die Standfestigkeit spare ich mir auch ein Vlies zur Verstärkung. Ich habe lediglich ein Baumwollfutter eingenäht.

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Anleitung Kosmetiktasche

Damit die elend langen Waschzettel in den Kleindungsstücken nicht nerven, schneide ich sie immer ab. Kürzlich fragte ich mich, ob sich daraus nicht noch was machen ließe und ob einem Patchwork aus Waschzetteln ein gewisser Charme zu entlocken sei. Wie immer kommt es auf den Versuch an, so dass ich kurzerhand meine Kleider auf Waschzettel untersucht, sie abgeschnitten und gesammelt habe – bis sie für eine kleine Tasche reichten.
Daher ist das, was ihr hier seht kein fertig gekaufter Patchworkstoff sondern ein akribisch aneinander gefügtes Patchwork aus einzelnen Zetteln.

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Lampe mit Holzsockel und Retro-Glühbirne

Licht an!
Im Museumsshop von Es Balluard auf Palma de Mallorca stand quasi diese Lampe zum Kauf. Warum kaufen, wenn Selbermachen viel mehr Spaß macht? Die Retro-Glühbirne kannte ich bis dahin nicht, aber wie es der Zufall wollte, sind wir in Palma an einer Haltestelle ausgestiegen, bei der 50 m weiter ein Lampenladen war, der eine sehr große Auswahl dieser Glühbirnen hat. Zuhause habe ich festgestellt, dass es sie auch hier überall gibt, aber so hat unsere Lampe noch eine schöne Geschichte.

Den Holzbalken, von dem ein nahezu quadratisches Stück den Sockel bildet, hatte ich schon sehr lange. Meine Idee war ursprünglich mal, sie in den Boden einzulassen und eine Skulptur darauf zu befestigen. Das habe ich bis heute nicht gemacht, also wurde der Balken kurzerhand gestuzt und ein Stück in der Größe von ca. 10 x 10 cm abgesägt. Mein Mann hat in der Größe der Lampenfassung ein Loch in diesen Sockel gebohrt und von außen wiederum einen kleinen Tunnel angebracht, der in das große Loch mündet und der als Führung für das Kabel dient. Dann musste nur noch das Kabel dort eingeführt, mit der Fassung verbunden werden und die Glühbirne eingeschraubt werden. A propos Kabel: eigentlich wollten wir ein Textilkabel dafür verwenden, aber das Kabel unseres alten Bügeleisens eignete sich nicht dafür.

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Topflappen aus Jeansresten

Bis vor einer halben Stunde gab es in unserem Haushalt keinen Topflappen. Das nervt mich schon ewig, aber irgendwie haftet Topflappen auch was Spießiges an, weswegen ich nie einen angeschafft habe. Aber mindestens genauso nervt es mich, dass ich jedesmal ein Küchentuch verwenden muss, um z.B. Kartoffelwasser abzugießen. Das hab ich heute Mittag zum lezten Mal gemacht.

Ich habe eben zwei Topflappen genäht.

Die Zutaten: zwei neue Spüllappen und ein paar Jeans- und Stoffreste. Mehr nicht.

So geht’s:

Die Größe der Spüllappen bestimmt die Größe der Topflappen. Ich habe mir Reste von alten Jeanshosen geschnappt und in der Größe des Spüllappens zugeschnitten. Eure Stoffreste sind nicht ganz so groß? Macht nix. Legt sie einfach kreuz und quer übereinander und steppt sie freestyle zusammen. Freestyle ist überhaupt das Stichwort für das ganze Projekt, denn Ihr könnt getrost alles Wissen um ordnungsgemäßes Nähen über Bord werfen. Näht einfach drauf los, denn gerade das macht den Charme der Topflappen aus. Ich zeige Euch mal, wie ich das gemacht habe.

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Flickenteppichtasche

Es ist Sommer, es ist heiß und eigentlich hat man keine Lust auf Arbeiten an der Nähmaschine. Gleichzeitig aber viel mehr Lust auf Baden. Das Schwimmbad lockt, der See oder gleich sogar die frische Brise am Meer. Die Schwimmsachen könnt Ihr perfekt in dieser geräumigen Tasche aus einem Flickenteppich verstauen.  Die Tasche transportiert aber auch bereitwillig Euer Baguette oder den Getränkevorrat zur nächsten Beach-Party. Ihr braucht Euch auch dafür auch nicht an die Nähmaschine setzen – jedenfalls nicht an Eure.

Die Zutaten sind sehr überschaubar. Ihr braucht:

  • einen Flickenteppich (meiner hat das Maß 60 x 90 cm)
  • einen alten Ledergürtel
  • einen super freundlichen Schuster 🙂

Als ich meine Ledertasche genäht habe, habe ich für die Arbeitsschritte, die meine Maschine nicht geschafft hat, auch schon die Dienste meines Schusters in Anspruch genommen. Auch dieses Mal hat er mir mit seiner robusten Nähmaschine gene ausgeholfen. Wobei „Aushelfen“ vielleicht doch nicht weit genug gegriffen ist. Genau genommen, hat er meine Tasche komplett genäht:

  • Teppich zur Hälfte geschlagen und die beiden Seitennähte geschlossen
  • Boden abgenäht (wie bei meiner Ledertasche gezeigt)
  • Gürtel in der Hälfte durchgeschnitten und als Griffe angenäht.

Das war es schon! Ist es trotz Hilfe jetzt noch ein DIY-Projekt? 🙂

Der Teppich war ein Schnäppchen, der Gürtel noch in meinem Bestand und auch mit Trinkgeld für den Schuster ist dies eine sehr preiswerte, robuste und rundum tolle Tasche geworden. Sie wird mich sicher einige Jahre begleiten. Alles Gründe für Euch, sie einfach nachzumachen!